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Evangelische Jugendbildungsstätte Neukirchen
Am Hag 13
96486 Lautertal

Tel.: +49 (0)9566 8086890
E-Mail: info@jubi-neukirchen.de


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Frischer Wind an der Jubi

Hallo zusammen,

mein Name ist Markus Englert, gebürtiger Unterfranke, 40 Jahre alt und seit 1. Oktober als Jugendbildungsreferent in der JuBi Neukirchen für die Besinnungstage und spirituelle Angebote zuständig.
Nach meiner pädagogischen und theologischen Ausbildung am CVJM-Kolleg in Kassel zog es mich zuerst ins thüringische Gera und anschließend ins hessische Roßdorf. Dort verantwortete ich jeweils die Kinder- und Jugendarbeit in Kirchengemeinde und CVJM.

Nach Jahren im außerfränkischen Exil wurde es Zeit für eine Veränderung und so bin ich nun in der Jugendbildungsstätte gelandet und gespannt auf die vielen neuen Herausforderungen. Dabei wird es zuerst darum gehen, bestehende Kontakte und Kooperationen weiter auszubauen und die vorhandenen Konzepte weiterzuentwickeln. Daneben wird auch noch ein wenig Raum sein, um eigene Ideen und Projekte mit einzubringen.

Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und viele neue Begegnungen.


Ihr/Euer
Markus Englert

Demokratie stärken! Herbsttagung 2017 der Jugendbildungsstätten

Jugendbildung für eine offene Gesellschaft

Wo fängt Demokratiebildung an und wie kann sie gelingen? Zu diesem Thema trafen sich rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 12 bayerischen Jugendbildungsstätten vom 27.-29. September. Gastgeber war die Jubi Unterfranken in Würzburg, eine diversitätsorientierte Facheinrichtung des Bezirksjugendrings, die in fünf Bildungsreferaten rassismuskritische Jugendarbeit anbietet.

Gegen Ausgrenzung und Abwertung

Nach einer Einführung von Stefan Lutz-Simon, Leiter der Jubi Unterfranken, in die rassismuskritische Migrationspädagogik erläuterte Dipl. Soziologe Werner Fröhlich (LMU) die Ergebnisse der bayernweiten Studie zu „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF)“. Gemeint sind abwertende und ausgrenzende Einstellungen gegenüber Menschen aufgrund ihrer zugewiesenen Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe. Die Studie zeigt, dass GMF auch in Bayern ein verbreitetes Phänomen ist. Besonders ausgeprägt ist die Abwertung von Muslimen, Langzeitarbeitslosen, Sinti und Roma sowie Flüchtlingen. Eine starke Identifikation mit Deutschland und ein geringes Vertrauen in politische Institutionen erhöhen die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Dagegen zeigen Menschen mit einer positiven Identifikation mit Europa deutlich weniger abwertende Einstellungen.

„Landeskoordinierungsstelle Demokratie leben!

Tina Schmidt-Böhringer stellte die Landeskoordinierungsstelle Demokratie leben! Bayern gegen Rechtsextremismus (LKS) vor, die im November 2007 im BJR eingerichtet wurde. Zentrale Aufgaben sind die Vermittlung von Informationen zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Schmidt-Böhringer schilderte u.a., wie sich die Bandbreite und Form von „Rechts“ in den letzten Jahren ausdifferenziert hat. Angesichts zunehmender offener Diskriminierung bis hin zur Gewalt gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund ist eine wesentliche Aufgabe der LKS, Zivilgesellschaft zu unterstützen, Handlungsstrategien dagegen zu entwickeln.

Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Schule im Lehrplan Plus

Den neuen und für alle Schulen geltenden Lehrplan Plus präsentierte Corinna Storm vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung in München (ISB). Er soll ermöglichen, dass Schülerinnen und Schülern jenseits des reinen Wissenserwerbs lebenspraktische Kompetenzen erlernen. Themenfelder wie etwa die politische Bildung oder Umweltbildung bieten damit neue Schnittmengen zwischen den Anliegen und Angeboten der Schulen und den Jugendbildungsstätten.

Gemeinsam Haltung zeigen in Angeboten der Jugendbildungsstätten

Die Jugendbildungsstätten stehen ein für eine weltoffene Gesellschaft, die Respekt und Toleranz lebt und fördert und ein friedliches Miteinander stärkt. Unsere pädagogischen Angebote wenden sich gegen Vorurteile und Diskriminierung und für eine verstärkte Beteiligung derer, die von Ausgrenzung und Abwertung betroffen sind. Sie haben das Ziel, demokratische Werte zu fördern und einzuüben.

Beschlossen wurde dazu auf der Herbsttagung, dass sich alle Jugendbildungsstätten zur Landtagswahl 2018 und zur Europawahl 2019 mit Aktivitäten beteiligen werden.